E-Mail für dich

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Kennt ihr das wenn ihr einen tollen Mann trefft der sich dann nach kurzer Zeit zum totalen Geizhals entwickelt. Kommt übrigens öfter vor als Frau denken mag.

Es war Bergkirchweih (für alle nicht Franken, das ist ein großes Volksfest) und da lief dieser Franzose an mir vorbei. Er sprach mich sofort an: „Dich kenne ich aus der Disco, aber habe mich nie getraut dich anzusprechen. Jetzt läufst du mir hier direkt in die Arme, das muss wohl Schicksal sein.“ Nun ich muss sagen meine Frisur sehr auffällig darum falle ich ab und an etwas auf.
So aber nun zurück zum kleinen Franzosen, denn das war er: ein Franzose. Wir kamen ins Gespräch, er gefiel mir, hatte viel zu erzählen und war äußerst sympathisch. Wir tranken ein/zwei Bier miteinander während meine Freundin sich sehr angeregt mit seinem Kumpel unterhielt. Es war durch und durch ein unterhaltsamer Abend. Doch wie es so ist, findet auch der schönste Abend mal ein Ende. Zum Abschied fragte er mich nicht nach meiner Handynummer sondern meiner E-Mail Adresse. Ich wunderte mich und gab sie ihm aber gerne. Schon am nächsten morgen hatte er geschrieben. Wir hatten regen E-Mail Kontakt und tauschten dann doch Handy Nummern. Er gehörte zu den Menschen die tatsächlich kein Smartphone besitzen sondern noch ein klassisches Nokia Handy. Ich musste schmunzeln, etwas alternativ war er ja schon. Ich fragte ihn warum wir nicht SMS schreiben können und er antwortete mir in einer E-Mail wie in einer Textaufgabe für Zweitklässler:

„Eine SMS kostet 19 Cent. Wenn ich dir am Tag 5 SMSen schreibe sind das am Tag 95 Cent. Das sind fast 30 Euro im Monat. Davon kann ich dich einmal zum Essen einladen.“

Ich las die Mail wieder und wieder. Mir kam der Gedanke ob ich wohl nicht mal die 19 Cent für eine SMS wert bin.
Trotz allem gingen wir den Tag darauf miteinander essen. Immerhin hatte er ja ganz schön Kosten gespart durch unseren E-Mail Kontakt. Wir saßen beim Essen und er fing an jeden Preis der Speisekarte zu kommentieren und dass das Bier in seiner Stadt immerhin einen Euro billiger sei.Ich hörte mir geduldig sein Gemeckere an, schmunzelte in mich hinein und zahlte am Ende meine Rechnung selber. Ich hatte ja Angst ihn durch meine Pommes und meine Cola in eine Finanzielle misslage zu bringen ;-). Nach dem Essen gingen wir noch etwas spazieren, das war ja immerhin kostenlos und er brachte mich zu meinem Auto.
Wir verabschieden uns von einander und beschlossen in Kontakt zu bleiben. Und was dann passierte werde ich euch ein anderes mal berichten…..

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