Meine Kinder zählen mehr als deine (Teil 1)

IMG_4185-1

Diese Geschichte ist länger geworden als ich dachte, darum habe ich mich entschieden sie in zwei Teilen zu veröffentlichen. Es war auch kein schlechtes Date sondern der Beziehungsversuch mit einem Mann. Es war eine der Geschichten die mich sehr verletzt haben, denn dieser Mann hat nicht nur mich enttäuscht, sondern sogar meine Kinder mit hineingezogen. Aber am besten fange ich ganz von vorne an.

Die Dating App Lovoo, da lernte ich Paul kennen. Er war sehr attraktiv, ich fand aber das er auf dem Foto etwas arrogant wirkte. Aber ich antwortete ihm weil er gleich nach meinen Kindern fragte und schrieb er hätte selbst zwei. Ich wollte ja gerne jemanden mit Kindern. Er teilte sich sogar das Sorgerecht 50/50 mit seiner Exfrau und die Kinder waren viel bei ihm. Er schien diesen Alltag mit Vollzeit Berufstätig, sogar sehr erfolgreich, und den Kindern perfekt zu meistern. Das Imponierte mir als Mutter natürlich sehr.
Also verabredeten wir uns mal für einen Kaffee. Als er aus dem Auto stieg wirkte er sehr sympathisch und wir saßen 6 Stunden in dem Café und redeten und verstanden uns super. Wir beschlossen, gleich am nächsten Abend etwas essen zu gehen.

Am nächsten Abend waren wir nach dem Essen spazieren und weil es recht kalt war setzten wir uns noch auf sein Sofa, wo wir uns wieder total verquatschen. Sein Haus war sehr sauber, alles sehr gepflegt. Er schien echt ein Traummann zu sein. Er war sehr gebildet und gar nicht so arrogant wie er auf den Fotos wirkte. Gegen 2 Uhr nachts fuhr ich nach Hause, man will ja als Frau nicht gleich so leicht zu haben sein.

Da es mit vier Kinder recht schwierig ist, sich regelmäßig zu treffen verabredeten wir uns gleich wieder für das nächste Wochenende. Im Laufe der nächsten Woche hatten wir leider sehr wenig Kontakt. Er rief nie an und schrieb nur ganz wenig. Das fand ich sehr komisch, aber er hatte ja die Kinder und seinen Job und ein Haus. Das war schon eine ganze Menge und auch meinen Freundinnen meinten, ich solle mal nicht so skeptisch sein. Dennoch fragte ich mich, ob es ihm denn egal sei was ich den ganzen Tag mache und ob er sich denn gar nicht für mich interessierte.

Das nächste Wochenende kam und wir verbrachten eine schöne Zeit miteinander. So vergingen die nächsten vier Wochen. Zwar immer mit wenig Kontakt aber wenn wir uns sahen hatten wir eine tolle Zeit. Er konnte abends immer nicht telefonieren weil er die Kinder ins Bett bringen musste, oder Wäsche waschen oder weil er bei einem Film einschlief. Ich hätte von Anfang auf mein Bauchgefühl hören sollen. Die Sache war komisch, er hatte einfach so wenig Interesse an meinem Leben. Die Zeit, die wir zusammen verbrachen war toll, aber den Rest der Zeit wusste ich weder was er wirklich macht, noch zeigte er irgend eine Art von Interesse an meinem Leben.
Dennoch beschlossen wir nach diesem Kennenlern-Monat unsere Kinder mit ins Boot zu holen. Es war sein Vorschlag und er hatte die Idee mit den Kindern einen Ausflug zu machen. Ich fand das toll und bereitete meine Kinder schon mal auf das Treffen vor. Erzählte ihnen von dem Mann und zeigte ihnen ein Foto, wie man das halt so macht. Sie waren neugierig und freuten sich.
Leider sage er das kennenlernen ab, angeblich hätten seine Kinder Schnupfen. Ich wunderte mich sehr, denn Schnupfen ist jetzt nicht wirklich ein Grund so etwas abzusagen. Ich war recht enttäuscht und wieder meldete er sich den ganzen Tag nicht. War ja klar, immerhin hatten seine Kinder Schnupfen.

Er schlug vor, Donnerstag zum Essen vorbei zu kommen und meine Kinder schon einmal kennenzulernen. Seine würde ich dann Montag drauf treffen. Vielleicht war das sogar besser dachte ich mir, so konzentriert sich alles auf die jeweiligen Kinder. Ich fragte ihn noch mal ob er sich mit mir wirklich sicher war. „Ich habe selbst Kinder und weiß was es bedeutet wenn ich zu euch komme, klar bin ich mir sicher“, waren seine Worte.
Also kam er zum Essen. Wir saßen zu viert am Tisch und redeten ein bißchen, jedoch fand ich gleich das meine Kinder irgendwie komisch waren. Es war alles sehr angespannt und obwohl er selbst ein Papa war merkte ich das er meinen Kindern nicht viel zu sagen hatte. Wir schauten noch einen Film und gingen ins Bett.

Er war in meine Familie aufgenommen und kannte meine Kinder. Irgendwie ging es mir mit dieser Entscheidung aber nicht gut. Ich hatte die ganze Zeit so ein komisches Bauchgefühl. Hätte ich doch nur mal darauf gehört…..

Fortsetzung folgt….

Das könnte dir auch gefallen

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *