Ein wahres Männerproblem

sock-19562_1920

Manchmal passieren uns wirklich komische Dinge. Gut, mir fällt gerade auf das ich an manchen Situationen selbst schuld bin, aber dennoch will ich euch dieses Erlebnis nicht vorenthalten. Manchmal hat das Leben Fügungen über die man hinterher nur noch lachen kann.

Ich gebe euch kurz eine Erklärung: Ich gehe nie an mein Handy, wenn ich die Nummer nicht kenne und überhaupt bin ich recht eigen was das Herausgeben meiner Nummer angeht.

Meine Schwester hat gestern ihr uralt Handy geschrottet. Ich sage ihr ja schon seit 2 Jahren: „Hol dir ein neues!“ , aber sie wollte ja nicht hören. Jedenfalls hat dieses alte Teil von 1889 gestern seinen Geist aufgegeben. Sie schrieb mir gleich früh über Facebook das ich sie nicht erreichen könnte, nur das ich mir keine Sorgen mache.

Ich saß also ganz gemütlich auf dem Sofa, genoss meinen Urlaub und trank eine Tasse Kaffee. Da klingelte plötzlich mein Handy mit einer Nummer die ich nicht kannte. Sofort vermutete ich meine Schwester, die vielleicht von einer Arbeitskollegin oder Freundin ein Handy hatte um mich anzurufen. Also tat ich, was sich sonst nie tue… Ich ging ran. Großer Fehler….

„Guten morgen liebe Christine, wie hast du geschlafen?“ , sagte eine männliche Stimme, die sich anhörte wie ein Verkäufer aus dem Teleshopping. Ich war total verwundert denn ich hatte keine Ahnung wer das war. Verdutzt antwortete ich einfach: „Gut, danke! Und selbst?“
Tja, leider legte der unbekannte Mann darauf hin erst richtig los.
„Ich habe heute Morgen ein Problem. Ich habe meine Sportsocken mit dem falschen Waschmittel gewaschen und jetzt sind sie hart. Ich gehe gerade spazieren und das tut an meinen Füßen weh.“
WAAAASSSS
„Ich habe mir extra das Perwoll Sportwaschmittel gekauft und ich habe das Feinwaschprogramm genommen. Weißt du wie teuer diese Socken waren und jetzt sind sie hart und drücken an meinen Füßen.“

Ich hielt mein Handy vom Ohr weg und schaute verwundert auf das Display. Wer war das nur? Während ich mich noch wunderte, redete er einfach weiter.

„Ich kenne eine Zahnärztin die ist ganz schön trinkfest. Mit der hatte ich Weihnachten Sex. Aber die säuft mich regelmäßig unter den Tisch. Bist du trinkfest? Immerhin bist du ja Zahnarzthelferin. Frauen die in Medizinischen Bereichen arbeiten sind gut im Bett. Außer einmal, da hatte ich was mit einer Neurologin, die war voll schlecht im Bett und ich musste das Licht ausmachen und durfte nur oben liegen.“
WAAAAASSS
Wieder hielt ich das Handy weg vom Ohr und fragte mich wer das nur war. Er schien zumindest meinen Namen und meinen Beruf zu kennen.
Und klar wollen wir Mädels beim ersten Kontakt sofort alle Erlebnisse mit anderen Frauen wissen, das macht einen Mann total attraktiv 😉 .

Ich antwortete: „Also erstens habe ich kein Socken Problem und zweitens hat der Beruf doch nichts mit der sexuellen Aktivität zu tun.“

Und schon kam der nächste Redefluss des guten Mannes. Der konnte nur Teleshopping Verkäufer sein so wie der redete: „Ich laufe jetzt zu meinem Kumpel, aber diese Socken drücken. Die sind von Adidas aus dem Outlet. Ich rufe dich heute Abend an und dann treffen wir uns und ich gebe dir einen aus.“
„Ich habe leider keine Zeit!“ antworte ich gleich
„Du redest auch gerne“ meinte er, „aber macht nix ich rufe dich später nochmal an, dann machen wir was aus!“

Zack, schon hatte er aufgelegt. Ich schaute verwundert auf mein Handy, ich hatte 3 Sätze gesagt, rede aber gern. Soso….

Ich hatte immer noch keine Ahnung wer das war. Ich speicherte seine Handynummer und hoffte aufgrund des Whats App Fotos zu erkennen wer das wohl war. Ich sah auf dem Foto einen Mann ohne Haare, mit Pelzjacke. Also gar nicht mein Typ und ich stellte fest das ich ihn noch nie gesehen hatte.

Wie versprochen rief er nachmittags nochmals an. Ich ging natürlich nicht hin, wobei ich schon gerne wüsste woher ich ihn kenne. Danach habe ich seine Nummer überall blockiert.

Notiz an mich selbst: Niemals betrunken die Handynummer rausgeben!!!! Anders kann mir dieses Disaster nämlich nicht erklären….

Das könnte dir auch gefallen

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *