River – oder, wie 4 Pfoten mein Leben verändert haben

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Heute sitze ich hier und schreibe einen Artikel, den ich nie schreiben wollte. Ich habe mir sogar fest vorgenommen ihn nicht zu schreiben. Lang unterhielt ich mich mit einem Freund darüber ob ich das wirklich tun soll. Aber die Veränderung in meinem Leben ist einfach zu groß, um sie unerwähnt zu lassen. Wir haben einen neuen Mitbewohner, eine kleine Katze Namens RIVER.

Ich weiß noch wie ich diese Tier verrückten Menschen immer belächelt habe. Meine Freundinnen hatten Hunde und Katzen und ich hatte eine Schildkröte. Die war brav in ihrem Terrarium, hat keinen Dreck gemacht, hat nicht viel Aufmerksamkeit gebraucht und war pünktlich zum 1. Advent in Winterschlaf, damit die Weihnachtsdeko auf den Platz des Terrariums konnte und gut wars. Ich weiß auch gar nicht, wieso ich auf die Idee kam mir eine Katze anzuschaffen. Aber irgendwie bin ich früh aufgewacht und dachte mir, ach ja ne Katze wäre nicht schlecht.
Dann ging es natürlich erst mal los das ich mich informierte, was sie so alles braucht und was auf mich zukommt. Ich unterhielt mich viel mit meiner besten Freundin, die schon seit Jahren Katzen hat und mir alles Wissenswerte erzählte.
Danach musste man erst einmal ein Tier finden das zu uns passt. Es ist gar nicht so einfach zwischen den ganzen überzüchteten Tieren ein gesundes, munteres Kätzchen zu finden, dass unter 500 Euro kostet. Mein Onkel gab schließlich den entscheidenden Tipp. Ein kleines Bauernhof Kätzchen, keiner weiß genau, wann sie geboren war und die Bäuerin wollte sie einfach los werden.

Ich fuhr am Abend zuvor mit meiner besten Freundin zu Fressnapf um die ganze Erstausstattung zu kaufen. Sie und die nette Verkäuferin hielten mir einen Vortrag über hochwertiges und minderwertiges Futter und über gutes Katzenstreu. Natürlich wollte ich nur das Beste für das Tier, dachte aber tief in mir: „Also am Ende ist es ein Tier. Warum machen hier alle so einen Aufriss.“
Angi zahlte mir die hälfte der Erstausstattung und des Futters und wir bereiteten Zuhause alles vor.

Am nächsten Morgen kam sie mit einer Transprotbox und einer Tüte Katzenspielzeug und wir fuhren zum Bauernhof um aus zwei Babykatzen eine auszusuchen, die mit zu mir zieht. Im Bad ließen wir sie aus der Box und nachdem sie sich 5 Minuten unter dem Schrank versteckt hatte, kletterte sie auf meinen Schoß und schlief ein.
Das war sie, die Sekunde in der sich mein ganzes Leben änderte. Ich verspürte sofort eine unglaubliche liebe für dieses kleine Fellknäul und mir wurde schlagartig bewusst, warum die Menschen ihre Tiere so lieben. Da lag ein 9 Wochen altes Wesen, das keiner wollte in meinem Schoß, wusste wahrscheinlich gar nicht wie ihr geschah und schnurrte friedlich vor sich hin, während ich ihr Kinn kraulte. Sie liebt mich immer, egal ob ich gestylt bin oder nicht, ob ich traurig bin oder glücklich.

Ich nahm mir fest vor, ins Bett darf sie aber nicht. Aber schon in der ersten Nacht vermisste ich sie und so kam es, dass sie nach wenigen Tagen doch auf meinem Kopfkissen lag. Als sie das erste Mal fraß saß ich gespannt daneben und schaute ob sie das mag was ich ihr gekauft habe, und ja, ich lese beim Kauf dass das Futter gute Inhaltsstoffe hat. Wenn ich nach Hause komme begrüßt sie mich und kuschelt sich an meine Beine während ich ihr ein Leckerli gebe.

Dieses Tier hat mein Leben auf den Kopf gestellt und die liebe die ich für sie empfinde übersteigt meine Vorstellung bei weitem. Wenn ich koche sitzt sie auf meiner Schulter und schaut zu, beim Fernsehen schauen liegt sie auf meinem Schoss und morgens schnurrt sie leise in mein Ohr. Meine Kinder spielen glücklich mit ihr und machen freiwillig das Klo sauber. Mein großer meinte neulich: „Mama, ohne River muss uns doch furchtbar langweilig gewesen sein.“

Tja und so sitze ich hier, 9 Wochen nachdem sich mein Leben verändert hat. River schläft auf meinen Schoss, während ich diese Worte tippe und mir ist egal, ob ihr mich jetzt alle für so eine verrückte Katzenmutti haltet. Ich liebe dieses Tier und sie macht mich unglaublich glücklich, wie ich es so nie erwartet hätte.

Und bevor jetzt alle Tierliebhaber auf die Barrikaden gehen, sie wird sicher nicht alleine bleiben 😉

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12 Kommentare

  1. Ja so schnell haben Katzen einen im Griff. ich habe meinen Freund vor 3 Jahren dazu überredet, dass wir uns zwei Katzen holen. Eigentlich wollte er nicht, jetzt sieht das ganze anders aus. Er vergöttert unsere Fellnasen und verwöhnt sie vorne und hinten. Tiere machen das Leben einfach besser. :)

    Liebe Grüße Anni von http://hydrogenperoxid.net

  2. Willkommen im Club! Was soll ich sagen – ich war 29, wieder mal Single und latschte in meine erste Katze. Bauernhofkatze. Ein Jahr später folgte Puschkin, Moskauer Straßenkater. Heute mit fast 50 lebe ich in glücklicher Beziehung mit Mann und DREI Katzen. Wie das kam ist noch ne andere Geschichte. Ich verfüge über vier Katzenklos und zwei Dyson Staubsaugern.
    Das Katzenfutter ist beinahe teurer als unsere Lebensmittel und die Wohnung ist Katzengerecht eingerichtet und verfügt über mehr Liegemöglichkeiten für Katzen, als für Menschen.
    Nichts desto trotz liegen alle drei aber jede Nacht im Bett. Und – ja sie drehen ein Menschenleben um, aber im positiven Sinn. Und manche guten Männer stehen offensichtlich auf verrückte Katzenmutties. So kam ich zu meinem Goldstück :-) Viele schöne Jahre mit der neuen Bewohnerin wünsch ich Dir! PS: Vielleicht klappt’s jetzt ja auch mit den Männern?

    1. Ja so ähnlich ist es hier mittlerweile auch und der Großteil des Kinderspielzeugs, Vor allem die Kuscheltiere, gehören mittlerweile der Katze 😉

  3. Vor 3 Jahren wollten wir uns eine Katze zulegen und fuhren auf einen Bauernhof. Es gab dort viele junge Katzen. Was soll ich sagen. Es wurden 3.
    Seitdem bin ich lieber zu Hause als fort und es vergeht kein Tag, an dem es nichts zu lachen gäbe.
    Hab noch eine tolle Zeit mit deinem Racker.
    LG
    Edith

    1. Ich muss dir so recht geben, ich bin mittlerweile auch lieber zuhause. Schon alleine weil sie noch ein Einzelkind ist und ich einfach nicht möchte das sie sich einsam fühlt bis wir eine passende Freundin für sie gefunden haben 😉

  4. Ich kenne das und kam mir vor, als würde ich über mich lesen :-D. Mein Mann ist derjenige, der schon immer eine Katze wollte. Ich war immer eher der Hundetyp. Letztes Jahr einen Tag nach Weihnachten haben wir dann unsere Lola geholt. Auch Bauernhofkatze, die leider ins Heim angeschoben wurde. Sie ist ein Miststück und das meine ich wörtlich! Nur Flausen im Kopf und trotzdem: sie gehört zu uns, ist ein Teil unserer Familie! Und auch ich habe einen Artikel geschrieben ;-). Lola ist meine Lottofee und lost für mich die Gewinnspiele für meinen Blog aus.

    Wenn es dich interessiert, schau dir doch mal den Bericht an! Euer River ist sooo niedlich und hat ein ganz freches Gesicht.

    lg Nadine von Nannis Welt

    Lola Lottofee: https://nanniswelt.blogspot.de/2016/10/lola-lottofee.html

    1. Vielen dank, wie gesagt ich war mir nicht sicher ob ich darüber schreiben soll, aber ich konnte sie auch nicht unerwähnt lassen 😉

  5. Hi Christine,
    du hast mir jetzt ein lächeln ins Gesicht gezaubert! Ich kann dich sehr und so gut verstehen!
    Ich persönlich bin seit gut 2Monaten auf „den Hund gekommen“:-). Sie ersetzt so manch Medizin und ist zum Therapie-Hund ernannt worden von mir.

    Tiere lieben dich bedingungslos, sind immer da-auch wenns einem schlecht geht. Und das geilste ist: es ist ihnen schnuppe ob DU gestylt oder mit dicken Socken und Schlabber Hose vor ihnen sitzt! ( Du weißt jetzt sicher was ich meine … )

    In meinem Blog wird MONJA schon zum kleiner Star, weil ich sie sehr oft erwähne wenns nur irgendwie passt gg.

    Jaja… so Fellnasen stellen dein Leben positiv auf den Kopf und das finde ich mehr als genial! Hätte ich niemals gedacht :-)

    Weiterhin viel spass mit deiner Hübschen und THX für deinen Beitrag :-)I like.
    Alles gute Sandra

  6. Bei mir waren und sind es 8 Pfoten, die mein Leben veränderten, reicher lustiger und strukturierter machten, aber auch herausfordernder und manchmal nerviger. Meine beiden Tigerbuben waren schon ein Jahr als sie zu mir kamen. Die wollte niemand mehr. Fast erwachsene Katzen interessieren fast keinen. Tiger waren damals auch nicht in fashion😉, dabei sind meine natürlich die Schönsten auf der Welt. Habe ihnen auch schon Blogbeiträge gewidmet. Alles Liebe

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