Warum gehen wir fremd?

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Heute habe ich einen Beitrag für euch über den ich schon lange schreiben wollte und der mich schon immer beschäftigt. Seitensprünge. Vielen von uns ist es schon mal passiert. Ich habe mich mal etwas in das Thema eingelesen und euch einfach mal zusammen gefasst auf was ich so gestoßen bin.

Es ist ein Grundbedürfnis in jeder Beziehung, die Nummer eins für den anderen zu sein. Es tut gut, wahrgenommen zu werden, Interesse beim anderen zu wecken und wichtig für ihn zu sein. Zu erfahren, dass da noch jemand anders ist, ist wie mit dem Herzen in einen Kaktus zu fallen.

Befragt man Evolutionsbiologen zum Thema „Treue“, scheint sie anscheinend kaum möglich. Da es in der Arterhaltung um das Streuen des eigenen Erbguts geht, scheint monogames Verhalten nicht natürlich zu sein. Vor allem der Mann steht unter dieser Betrachtungsweise im Konflikt zwischen Paarbindung, um die Aufzucht der Nachkommen mit zu sichern und dem Bestreben seine Erbanlagen möglichst weit zu streuen – also viele Nachkommen zu zeugen.Das sind die häufigsten Gründe für einen Seitensprung

Also werfen wir doch einfach mal einen Blick auf die Gründe für Seitensprünge. Dafür gibt es drei Hauptgründe, die euch mal zusammen gefasst habe.

Narzissmus: Das Motiv eines narzisstisch veranlagten Menschen ist simpel. „Ich bin toll, wenn ich sie erobert habe.“ Diese Menschen gehen fremd, weil sie dadurch ihr Selbstwertgefühl steigern oder stabilisieren. Oft haben sie in ihrer Kindheit zu wenig Zuneigung erfahren. Narzissten sind meist therapiebedürftig, weil sie eine Persönlichkeitsstörung haben. Ihnen reicht die Aufmerksamkeit durch nur einen Partner nicht.

Angst vor Nähe: Wenn man Angst hat, von einem Partner abhängig zu werden, ist eine Seitensprung die schnellste Möglichkeit, die Nähe zu regulieren. Er ist wie eine flucht vor der festen Beziehung. Man hat dann oft das Gefühl sich noch andere Türen offen zu halten.

Eine unglückliche Ehe: Über 60 Prozent der Seitensprünge gehen darauf zurück.  Neben fehlendem Vertrauen und der mangelnden Gesprächsbereitschaft sind für 76 Prozent der Männer und 84 Prozent der Frauen Defizite im Sexualleben der Hauptgrund für diesen Schritt.
Die Große Versuchung heißt dann Seitensprung. Fühlt man sich vom Partner nicht begehrt ist der schritt ins fremde Bett nicht weit.

Untreue ist auch deshalb so hochgradig attraktiv, weil sie Anerkennung bringt und das krasse Kontrastprogramm zur eingeschlafenen Partnerschaft ist. Man hängt emotional in der Luft. Ein Seitensprung ist eine Explosion der Sinne. Man könnte sie darum beinahe empfehlen.  Wäre damit nicht ein großes Problem verbunden: Wer Fremdgeht belastet oder zerstört seine aktuelle Beziehung. Auch wenn der Seitensprung nicht herausgekommen ist, kann die Partnerschaft stark darunter leiden.

Wie bedrückend ein Seitensprung für den betrogenen Partner ist, wurde ebenfalls mehrfach untersucht: Viele stellen sich die Situation immer und immer wieder vor und erleben sie so, ohne dabei gewesen zu sein. Manche vermeiden Orte oder Aktivitäten, die sie an den Seitensprung erinnern. Daneben machen sich oft auch psychische Folgen wie Depressionen, Gefühlsarmut oder Verunsicherung breit. Weit mehr als die Hälfte der Betroffenen berichten über körperliche Folgen wie Schweißausbrüche, Zittern, Schlafprobleme oder Konzentrationsprobleme. Nicht selten ist der Seitensprung dann das Ende der Beziehung.

Was ist also die Lösung? Ich glaube dafür gibt es keine Lösung. Allerdings sollte man sich gut überlegen ob man den Schritt in ein Fremdes Bett wagt und nicht doch zuerst das Gespräch mit dem Partner sucht. Vielleicht findet man einen Weg aus der Krise. Oder man trennt sich aus der unglücklichen Beziehung und startet dann eine Neuanfang. Es wäre auf jeden fall für alle beteiligten der ehrlichste Weg.

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