Lohnt es sich um die Liebe zu Kämpfen?

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Heute habe ich für euch mal 5 Situationen aufgeschrieben die nicht immer ganz einfach sind. Vielleicht helfen euch meine Punkte bei der Entscheidung ob ihr Kämpfen wollt oder es doch lieber lassen solltet.

1. Er weiß nichts von eure Gefühlen

Stellen wir uns eine Kneipe vor, den Barkeeper fest im Blick. Oder im Büro, den neuen Kollegen. Oder überall sonst, wo man den Mann fürs Leben kennen lernen kann – wenn er einen bemerkt. Wer in dieser Phase aktiv werden will, sollte dies Schritt für Schritt tun. Wenn nur ich gebe und der andere nimmt, wird das in Zukunft möglicherweise auch so bleiben. Also die Reaktion des anderen abwarten. Auch wenn es schwerfällt. Seid ihr mutig und selbstsicher, könnt ihr direkt auf den Mann zugehen. Ihn ansprechen und sehen, wie er reagiert. Hat er kein Interesse verbucht es einfach als Übung.
Gehört ihr ehr zu den Vorsichtigen sammelt erstmal Informationen: Ist er Single, sieht man ihn oft mit wechselnden Frauen, welche Interessen hat er? So klärt sich oft schon im Vorfeld, ob es sich lohnt den nächsten Schritt zu gehen. Vielleicht kommt ihr ja an seine Nummer, dann könnt ihr ihm einfach schreiben, das ist manchmal einfacher. Und man kann noch mal eine Nacht darüber schlafen, bevor man die Nachricht abschickt. Versucht dann nicht dauernd an seine Antwort zu denken. Warten macht nur nervös, und eine Antwort darf ein paar Tage dauern. Hat er sich allerdings eine Woche später nicht gemeldet: Vergesst es! Und keine Scheu, ihm bei der nächsten Begegnung in die Augen zu sehen. Es ist besser, etwas zu versuchen und souverän zu scheitern, als darüber nachzudenken, was gewesen wäre, wenn …

2. Ihr habt eine Affäre

Er zieht sich an und geht. Vielleicht zu seiner Frau oder Freundin oder einfach nur nach Hause. Und man bleibt zurück in einer Wohnung, die sich leer anfühlt. Das kann nach einem One-Night-Stand passieren oder nach einem Jahr unverbindlicher Treffen – auch wenn man sich anfangs doch ganz sicher war, dass man selbst nichts anderes will als Sex. Der Kerl bedeutet einem plötzlich etwas. Aber wie soll man ihm das sagen? Soll man ihm das überhaupt sagen?
Auf jeden Fall – wenn man bei sich selbst bleibt und nur von den eigenen Gefühlen spricht, ,Ich‘-Botschaften sendet. Versucht bitte, nichts in sein Verhalten hinein zuinterpretieren. Und prüft eure Gefühle: Wollt ihr mit diesem Mann wirklich täglich einschlafen? Ihn Euren Freunden vorstellen und mit ihm Pläne für die Zukunft schmieden? Falls ja, sagt ihm das. Sagt ihm, dass Ihr mehr von ihm wollt als das Sexuelle. Egal, wie er reagiert – es wird zu einer Veränderung führen. Will er nicht, dass die Beziehung verbindlicher wird, entscheidet ob ihr so weitermachen möchtet wie bisher. Kommt er euch entgegen, umso besser. In beiden Fällen seid ihr raus aus der Defensive.

3. Er bremst die Entwicklung euer Beziehung

Ihr habt ihn gefunden: den Mann, an dessen Seite Ihr euch geborgen fühlt, mit dem der Sex auch nach Jahren keine Pflichtveranstaltung ist und der Euch nach einem stressigen Tag mit seiner Umarmung beruhigen kann. Haltbares Glück, eigentlich perfekt. Aber wie geht’s weiter? Wenn’s nach ihm geht, gar nicht. Zusammenziehen möchte er nicht. Oder Heiraten. Oder Kinder. Ihr aber fühlt euch bereit für den nächsten Schritt. Tretet mit diesem Mann in einen Dialog. Fragt ihn nach seinen Zielen und seiner Lebensplanung. Die kann nach einigen Beziehungsjahren eine ganz andere sein als zu Beginn, und eine andere als Eure.
Vielleicht hat Eure Traummann gerade einen wichtigen Karrieresprung geschafft. Dann wird er diesen Erfolg ein paar Jahre ausleben wollen, statt sich der Familienplanung zu widmen. Oder verbringt ihr so viel Zeit bei ihm, dass er gar nicht mehr realisiert, dass Ihr für Eure Wohnung noch Miete zahlt. Wenn ihr eine Veränderung wollt, liegt es an euch das anzusprechen. Das erfordert Mut, denn es kann bedeuten, dass Ihr feststellt: von seiner Seite wird es keine weiter Entwicklung geben.
Dann solltet ihr euch überlegen, ob er noch der Richtige für euch ist. Oder ob Ihr nicht lieber mit einem Mann leben möchtet, der Euren Weg mit Euch gehen will – weil er die gleichen Beziehungsziele hat. Versucht nicht eine Veränderung zu erzwingen. Kompromisse, mit denen einer eigentlich nicht glücklich ist, führen oft zum Scheitern. Also bloß nicht heimlich die Pille absetzen, sondern ihm den Vorschlag machen, mal einen Tag mit den Kindern Ihrer Schwester zu verbringen, um herauszufinden, wie es sich anfühlt. Oder vereinbaren, ein Jahr auf Probe zusammenzuwohnen. Nicht, um ihn davon zu überzeugen. Sondern um genau wie er zu testen, ob es wirklich das ist, was Ihr wollet.

4. Ihr wollt euren Ex zurück

Eine Beziehung ist gescheitert. Warum auch immer. Mit dem Schmerz über das Scheitern kommen auch Gefühle hoch, die weniger mit der Beziehung als mit einem selbst zu tun haben: verletzter Stolz, Angst vor Einsamkeit oder gekränkte Eitelkeit. Wenn eine Beziehung endet, sollte man sich die Zeit nehmen, das Erlebte zu verarbeiten. Achtet erstmal auf eure eigenen Bedürfnisse. Fragt euch: Was brauche ich jetzt, was tut mir gut?
So umgeht ihr die Falle, in die viele frisch Getrennte tappen: Manche beklagen sich täglich bei ihrer Freundin über den Partner. Wenn die Beziehung aber dann zu Ende ist, bekommt sie in der Erinnerung einen Heiligenschein. Holt euch Feedback in Ihrem Umfeld: Wie war er, wie wart Ihr während der Beziehung?
Liebt ihr ihn für das, was er für euch getan hat? Oder für das, was er ist?
Im ersten Fall solltet Ihr das Ende lieber akzeptieren. Fehlt euch jedoch auch noch nach Wochen sein zerknautschtes Gesicht am Morgen oder das Chaos in der Küche, nachdem er gekocht hat, gehen Sie auf ihn zu. Ladet ihn auf einen Kaffee ein ein oder schreibt Ihm einen Brief. Lasst ihm dann Zeit zum Nachdenken und reagieren, gebt ihm die Möglichkeit euch entgegenzukommen. Ist noch Liebe da, so klärt erst, ob sie reicht, um das Miteinander zu ändern und zu verbessern. Eine Trennung ist auch eine Chance – wenn darauf kein Aufguss des Alten, sondern ein neuer Anfang folgt.

5. Er hat eine andere

Sie macht uns Angst, oft noch bevor sie in Erscheinung tritt: die andere Frau. Die, mit der er eine Affäre hat. Oder in die er sich sogar verliebt. Egal, ob sie eine Unbekannte ist oder ob man sie kennt – sie ist eine Bedrohung für jede Beziehung. Sicher, zum Fremdgehen gehören zwei. Aber den eigenen Mann kann man einschätzen. Die Konkurrentin nicht. Über die andere zu lästern, sie schlecht zu machen, heilt die Beziehung nicht. Mit dem wütenden Angriff verletzen Sie nicht die Neue, sondern Ihren Partner. Und das führt zu keiner konstruktiven Lösung.
Auch vom Untreuen Infos über die Konkurrentin zu fordern hilft wenig. Am liebsten würde man von ihm hören, dass seine Affäre hässlich ist, dumm oder miserabel im Bett – doch der Partner würde die andere eher verteidigen als das zuzugeben. Besser ist, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Tut das, was Euch hilft: das Gespräch mit dem Partner suchen oder sich zurückziehen. Letzteres aber nicht, um Druck auszuüben. Spürt ihr aber, dass euch Abstand gut tut, dass ihr euch und ihm Zeit geben wollt und könnt, um zur Ruhe zu kommen, ist es der richtige Weg.
Vielleicht wird euch dadurch auch klar, dass Ihr nicht verzeihen wollt oder könnt. Dann müsst ihr die Trennung aushalten. Wollt Ihr mit eurem Partner zusammenbleiben, sagt klar, was Ihr von ihm braucht, um ihm verzeihen zu können. Seid dabei ehrlich: zu ihm und zu euch selbst. Wer sich verleugnet, um eine Beziehung zu retten, muss nicht nur mit dem Betrug des Partners fertig werden, sondern auch noch mit dem Selbstbetrug. Ähnlich wie ein verschuldeter Spieler, der weiter setzt, obwohl er weiß, dass nicht mal der Jackpot das Verlorene wieder wettmachen könnte.

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